Einbruchschutz in Bestandsgebäuden: Kredit oder Zuschuss der KfW

Wir informieren Sie gerne

Die Zahl der Einbrüche in Deutschland nimmt stetig zu. Für die Umsetzung einzelner Maßnahmen an bestehenden Wohngebäuden z.B. den Einbau einer neuen Haustüre können Sie die Förderprodukte der KfW nutzen.

Wer Maßnahmen zum Einbruchschutz an einem bestehenden Wohngebäude oder einer Eigentumswohnung durchführen lässt, erhält je nach Höhe der Investitionskosten Zuschüsse von mind. 50 Euro bis max. 1.500 Euro. Förderfähig in den KfW-Programmen sind Türen ab Widerstandsklasse RC2 nach DIN EN 1627.

Sicherheit von Haustüren

Einbruchversuch

gemäß RC2

Gemäß der Kommission Polizeiliche Kriminalprävention Bayern (www.polizei.bayern.de, Rubrik Schützen und Vorbeugen, Beratung, Technische Beratung) ist für Neu- oder Umbauten durch die Widerstandsklasse (RC) 2 ein guter Einbruchschutz gegeben, da Türen dieser Klasse einer praxisgerechten Einbruchprüfung unterzogen werden. Insbesondere wird Wert darauf gelegt, dass es in der gesamten Konstruktion bestehend aus Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag keinen einzelnen Schwachpunkt gibt.

Zur Verdeutlichung sind nachfolgend die Definitionen der verschiedenen Klassen gemäß DIN EN 1627: Prüfnorm für Fenster, Türen, Vorhangfassaden, Gitterelemente, Abschlüsse aufgelistet.

Klasse Widerstandszeit Täter/Vorgehensweise Ausstattung bei Haustürtyp
RC23 MinutenDer Gelegenheitstäter versucht, zusätzlich mit einfachen Werkzeugen, wie Schraubendreher, Zange und Keil, das verschlossene und verriegelte Bauteil aufzubrechen. Eine Verglasung gemäß EN 356 ist ab der Klasse RC 2 vorgeschrieben. Thermo65, TopComfort (optional)
RC35 MinutenDer gewohnt vorgehende Täter versucht zusätzlich mit einem zweiten Schraubendreher und einem Kuhfuß, das verschlossene und verriegelte Bauteil aufzubrechen. ThermoCarbon, ThermoSafe
RC410 MinutenDer erfahrene Täter setzt zusätzlich Sägewerkzeuge und Schlagwerkzeuge, wie Schlagaxt, Stemmeisen, Hammer und Meißel, sowie eine Akku-Bohrmaschine ein. ThermoCarbon (optional)
RC515 MinutenDer erfahrene Täter setzt zusätzlich Elektrowerkzeuge, wie z. B. Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge und Winkelschleifer mit einem max. Scheibendurchmesser von 125 mm ein. Zusätzlich zur Klassifizierung nach EN 356 muss die Verglasung den direkten Angriff während der RC5-Prüfung überstehen. nein
RC620 MinutenDer erfahrene Täter setzt zusätzlich leistungsfähige Elektrowerkzeuge, wie z. B. Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge und Winkelschleifer mit einem max. Scheibendurchmesser von 250 mm ein. Zusätzlich zur Klassifizierung nach EN 356 muss die Verglasung den direkten Angriff während der RC6-Prüfung überstehen. nein

Sicherheitsmerkmale der Hörmann Haustüren

Band

ThermoCarbon

Schloß H5

ThermoSafe

Je nachdem, wieviele Haken, Riegel oder Bolzen vom Türblatt in den Türrahmen einriegeln, spricht man von einem x-fachen Sicherheitsschloss. Ein Hörmann-Sicherheitsschloss vom Typ H5 verriegelt z.B. beim Typ ThermoSafe über 3 Stahl-Schwenkriegel (1) mit zwei zusätzlichen Bolzenriegeln (2) in die Edelstahl-Schließbleche. Der Typ ThermoCarbon verfügt über ein 9-fach Sicherheitsschloss, es schwenken mit nur einer Schlüsseldrehung 5 Stahl-Schwenkriegel und 4 Bolzenriegel in die Edelstahlschließbleche. Auf der Bandseite verhindern stabile Bänder (3) ein Aufhebeln der Tür.

Schloß

Thermo65

untere Verriegelung

Thermo65

Die Sicherheitsausstattung unterscheidet sich minimal je nach Türtyp. Auch beim Typ Thermo65 weist das Schloss eine Kombination von Schwenkriegel (1) und Bolzenriegel (2) auf. Bei dem Typ Thermo65 (4) erschwert auf der Bandseite eine durchgängige Sicherungsleiste aus Aluminium ein Aushebeln. Alle Türtypen haben einen Profilzylinder (3) mit Not- und Gefahrenfunktion, d.h. auch wenn innen noch ein Schlüssel steckt, ist die Tür von außen aufschließbar.

Schloß

ThermoCarbon

untere Verriegelung

ThermoSafe

Die Typen ThermoCarbon und ThermoSafe weisen einen manipulationssicheren Profilzylinder auf, der mit Anti-picking-System und Aufbohrschutz ausgestattet ist. Zusätzlich schützt beim Typ ThermoSafe eine patentierte Außenrosette (1) und beim Typ ThermoCarbon die flächenbündige Eingelassung (2) den Profilzylinder gegen Aufbohren und Abdrehen.

Sicher auch bei Bruch

ThermoSafe und ThermoCarbon

Ein weiterer wichtiger Sicherheitsaspekt ist die Verglasung insbesondere auch der Seitenteile. Die Wärmeschutzverglasung der Typen ThermoCarbon (4-fach, 3-fach bei Motiv 310) und ThermoSafe (3-fach) besteht aus einem 8 mm dicken Verbund-Sicherheitsglas (VSG) auf der Außenseite und einem 10 mm dicken VSG RC 3 Glas auf der Innenseite. Bricht das Glas durch Gewalteinwirkung, bleiben die Glassplitter wie bei der Frontscheibe eines Autos durch die innenliegende Folie haften. So wird das Durchgreifen erschwert.